Diskussion: Altersdiskriminierung

Von Altersdiskriminierung sind insbesondere Hochaltrige betroffen. Hier lässt sich gleichzeitig ein Wirkungsgebiet ausmachen, für das die gesunden und fitten Älteren geradezu prädestiniert sind: Sich für eine Verbesserung der Situation der Hochaltrigen einzusetzen.

Wie wir bei der Entwicklung des Altersquotienten gesehen haben, wird der Anteil der Hochaltrigen von über 80 Jahren beständig ansteigen. Ein Teil der Problematik besteht darin, dass das Bild des unter geistigem Abbau und körperlicher Gebrechlichkeit leidenden Alten keineswegs ein Vorurteil darstellt, da natürlich längst nicht alle Alten, aber doch ein beträchtlicher Teil der Hochaltrigen früher oder später genau diese Merkmale ausbildet.

Wir müssen mit vereinten Kräften achtgeben, dass der böse Begriff des Langlebigkeitsrisikos nicht auf andere Gebiete unserer Gesellschaft überschwappt.

Die Diskriminierung besteht schon darin, wenn jedem Menschen mit Erreichen eines bestimmten Alters – spätestens dem 80. Lebensjahr – pauschal unterstellt wird, mindestens Vorboten der Pflegebedürftigkeit aufzuweisen, ohne dass dies im Einzelfall überprüft wurde. So wird – blitzartig oder schleichend – aus einem im Leben stehenden, selbstverantwortlich handelnden erwachsenen Menschen ein unmündiges Menschlein. Der Pflegefall ist in Gefahr, zur Pflegefalle zu werden.

Wenn wir uns heute für ein würdevolles Leben in jener Lebensphase einsetzen, wo Gebrechlichkeit und Krankheit so viele Einschränkungen mit sich bringen, dass es ohne regelmäßige Hilfe nicht mehr geht, wenn wir vielleicht neue Ideen entwickeln, wie diese Zeit zu meistern ist, helfen wir damit uns selbst. Schließlich sind wir die Nächsten, die vom Erreichten direkt profitieren werden.

Es lohnt daher, sich anzuschauen, wie jede und jeder Einzelne von uns ganz konkret gegen Altersdiskriminierung vorgehen kann. Wir diskutieren in einer geschlossenen Gruppe, Beiträge sind aber auch hier möglich.

Sag‘ uns, was Du denkst und welche Vorschläge Du hast!

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