Hausgemeinschaft

Bei Hausgemeinschaften leben „gleichgesinnte Menschen“ in einem Mehrfamilienhaus oder einem Wohnkomplex zusammen. Bei dieser Wohnform spricht man auch von gemeinschaftlichem Wohnen oder gemeinschaftlichen Wohnprojekten.

Jeder Mieter oder Teileigentümer hat seine eigene abgeschlossene Wohnung. Im Unterschied zu herkömmlichen Wohnanlagen haben die Mieter bzw. Eigentümer die Anlage bereits (mit-)geplant, oft auch (teilweise) finanziert. Häufig werden diese Wohnprojekte von privaten Personen oder Gruppen in eigener Regie gegründet und geführt. Je nach Finanzierung erwerben die jeweiligen Bewohner ihre Wohnungen selbst oder es handelt sich um drittfinanzierte Mietobjekte, oft auch gemischt.

Zur Durchführung des Bauplans tun sich die Menschen zusammen und bilden eine Baugemeinschaft in Form einer Genossenschaft oder anderer juristischen Person. Dies bedeutet, dass die Schaffung einer solchen Hausgemeinschaft von der Idee über das Finden der Mitstreiter bis hin zur Planung, Finanzierung und Erstellung oft viele Jahre bis zum Bezug dauert.

In der Wohnanlage gibt es neben den einzelnen abgeschlossenen Wohnungen einen oder mehrere Gemeinschaftsräume, die von allen genutzt werden – Hobbyräume, Partykeller rtc. sowie oft einen  Gemeinschaftsgarten, der nach Ideen der Gemeinschaft bewirtschaftet wird. Es ist auch nicht selten, dass die Gemeinschaft über Gästezimmer oder eine Gästewohnung verfügt, in der Besucher oder Interessenten übernachten können.

Solche Hausgemeinschaften sind meist als Mehrgenerationenwohnen organisiert, es gibt aber auch reine Seniorenanlagen und sogar spezielle Zielgruppen, wie Frauen (z.B. Beginen), Männer, Homosexuelle oder Angehörige einer bestimmten Berufsgruppe (z.B. Schauspieler, Seeleute). Die Bewohner organisieren das Gemeinschaftsleben selbst oder sind zumindest an der Organisation beteiligt. Die Bewohner helfen sich gegenseitig, doch beinhaltet die Wohnform keine Pflicht zur gegenseitigen Pflege oder ähnlichem. Bei solchem Bedarf werden beispielsweise ambulante Dienste, wie im „normalen“ Wohnen, in Anspruch genommen.

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