Rentnerschock

„Die Welt geht unter, aber wir haben Senf, Wurzelbürsten und Badezusatz“ – dieses Zitat aus Loriots Filmklassiker „Pappa ante Portas“ steht wie kaum ein anderes für Ruheständler, die mit ihrem neuen Lebensabschnitt nicht zurechtkommen, für Menschen, für die der Beruf alles war und denen von einem Tag auf den anderen der Lebensinhalt fehlt.

Warum geht es bei dem Film? Heinrich Lohse, seines Zeichens Einkaufsdirektor bei der Deutschen Röhren AG, wird in den Vorruhestand versetzt. Die neue Leere in seinem Leben füllt er durch Mitarbeit im Haushalt, obwohl er dafür nicht das geringste Geschick besitzt, was zahlreiche Konflikte mit seiner Frau Renate, der Haushälterin und der Nachbarschaft erzeugt.

Um dem Chaos zu entfliehen zu gewinnen, nimmt Ehefrau Renate eine Nebentätigkeit beim Schokoriegelhersteller Ernst Drögel an, der jedoch vorwiegend an einer Liebesaffäre interessiert ist. Derweil organisiert Heinrich eine Überraschung, die aber ebenfalls – wen wundert’s – nach hinten losgeht: Er lässt sich überreden, den Schlussteil der Fernsehserie „Die Schnakenburgs“ in seinem Haus drehen zu lassen. Renate kommt früher als geplant nach Hause und findet ein wüstes Durcheinander in ihrem liebevoll eingerichteten Eigenheim vor – das Filmteam hat das ganze Haus auf den Kopf gestellt. Nun scheint die Ehe am Ende, die beiden kommunizieren nur noch über ihren Sohn Dieter miteinander.

Auf der Geburtstagsfeier von Renates Mutter kommt es doch noch zur Versöhnung, und beide nehmen sich vor, in Zukunft gemeinsam „etwas Sinnvolles“ zu unternehmen. In der Schlusseinstellung spielen sie im Wohnzimmer vor dem Sohn und der Haushälterin gemeinsam dilettantisch Blockflöte.

Damit es bei Ihnen nicht so weit kommt, gibt es aha-live – das Netzwerk zur Vermeidung von Katastrophen … äh … zur konstruktiven Planung Ihres Ruhestandes. Und gucken Sie sich den Film an, falls noch nicht geschehen.

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